Zum Abschluss ein guter 32. Platz, habe heute auf einen vor mir liegenden Fahrer einige Minuten gut machen können. Am Ende also Platz 34. Mit Verlauf und Ergebnis bin ich zufrieden, es hat vor allem Spass gemacht.
Die Tour war zum Teil sehr hart, mustergültig organisiert, landschftlich wohl kaum zu übertreffen und die Etappenaufteilung abwechslungsreich.
Geschafft!!
Die letzte Etappe heute, 140 km, 2500 Hm. mit 5 Pässen. Die Veranstalter mussten uns heute nochmal quälen; ein 12 km langer 10%er ganz zum Schluss mit Bergankunft.
Nach einem heimlichen Bad im Hotelpool um die Ecke ging es um 9 Uhr los. Nieselregen wechselte sich mit Regen ab, das sollte für einige Fahrer folgen haben. Ich habe schnell eine recht gut gehende Gruppe mit bekannten Gesichtern erwischt, beim dritten Pass musste ich abreissen lassen, konnte die 300 m Abstand auf der Hochebene aber wieder zumachen.
Ich bin gut gefahren, beim Schlussanstieg ging es allerdings nur noch ums überleben.
Ich tippe mal auf Platz 34, wäre ja nicht das erste Mal.
Die Abfahrten waren aufgrund der Nässe extrem tricky. Zwei Fahrer aus unserer Gruppe haben die Kurve verpasst und sich in die Pampa verabschiedet. Der Gesamtzweite ist ebenfalls schwer gestürzt, er lacht zwar, liegt aber ansonsten die ganze Zeit auf der Matte. Da bringt er einige Andenken am Körper mit nachhause.
Ein Fahrer hat einen Abzweig verpasst, sich ein wenig verirrt und kam Stunden später mit 200 km auf dem Tacho ins Ziel.
Im Moment wird hier ordendlich norwegisches Hochpreisbier getankt, wir würden auch gern, trauen uns aber nicht raus, es regnet.
Ergebnisse später…
Vorne, Hinten und Mittendrin
Bestand das Fahrerfeld zu Anfang noch aus ca. 130 Fahrern, so wurden nach den beiden Bergrennen gestern nur noch 98 Fahrer in den Ergebnislisten geführt.
Die Ausgeschiedenen können aber noch in der Touringklasse mitfahren. Hier wird ohne Zeitnahme nach Lust und Laune mitgefahren.
Vorne ist das Klassement recht unspektakulär. Bei den Männern machen drei Fahrer die Siege unter sich aus, die werden dann wohl auch am Ende auf dem Treppchen stehen.
Bei den Frauen ist es noch eindeutiger, eine Triathletin aus Belgien hat bisher sämtliche Etappen, Sprints und Bergwertungen gewonnen. Allerdings ist ihr heute beim Rennen das Schaltauge gebrochen. Die Mechaniker sind dran, ob sie die letzte Etappe überhaupt fahren kann, ist unklar.
Mittendrin bin ich, vor der letzten
Etappe auf Rang 35. Meine Turnmattennachbarn Andreas und Elmar liegen auf Rang 53 bzw. 66, wobei Andreas noch einen gehörigen Satz nach vorne machen wird, wenn seine Zeit vom Einzelzeitfahren korrigiert ist.
7. Etappe, 100 km. Es geht doch!
Ich hatte nach dem Debakel beim zweiten Bergrennen gestern ordentlich Wut im Bauch.
Noch einmal am Berg so einzugehen kam nicht in Frage.
Ich nehme es mal vorweg; es war (unabhängig von der Platzierung) meine mit Abstand beste Leistung auf der Tour.
Der 27 km lange Anfangsberg hatte Steigungsprozente, bei denen ich schnell meinen Rhythmus finden konnte. Auf einem flacheren Teilstück wurde ich von einer ca. 13 köpfigen Gruppe eingeholt. Auf dem Gipfel enormer Wind, die Gruppe ging gut, Belgischer Kreisel bis zum Schlussanstieg. Die Jungs in der Gruppe waren in der Gesamtwertung fast alle vor mir platziert, auf dem 4 km langen Schlussanstieg lief es gut, kam als 7. der am Ende 17 köpfigen Gruppe an.
Morgen dann die Schlussetappe, ein 137 km Rennen mit 2500 Höhenmetern. Das wird nicht einfach, ich hoffe der gestrige Tag war ein Ausrutscher.
In drei Tagen geht es los.
1500 km auf der Rolle und 4500 Strassenkilometer müssen ausreichen. Mein letzter Höhenmeter Test im Harz verlief… so gerade mal okay.
Dafür bin ich psychologisch Top; habe mir in den letzten Tagen eine bestechende Form eingeredet. Ich glaube mir!